
Halblech ist bei Naturliebhabern als ein an Bergen, Seen und Mooren reiches Naturparadies bekannt geworden. Neben dem idealen Bergwandergebiet an der Kenzenhütte bietet die Gemeinde Urlaubern und Einheimischen deshalb unter anderem seit 2005 an der Petershalde den Pfarrer- Mayr–Pfad an, der entlang beweideter orchideenreicher Magerrasen und Quellfluren zum herrlichen Aussichtspunkt Peterskapelle führt.
Als neueste Attraktion errichtete die Gemeinde an der Halblechmündung die 1. Allgäuer Vogelbebachtungsstation. Das Halblechdelta bietet seltensten Vogelarten wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer einen Brut- und Rastlebensraum.
Im Winterhalbjahr rasten auch im Allgäu Wasservogelarten, deren Heimat der Norden Skandinaviens und die Weiten der sibirischen Tundra ist, aber auch viele Vögel die an unseren Seen brüten. Enten und Taucher, Gänse und Kormorane überwintern dort in großen Scharen. Zur Zugzeit im Herbst und im zeitigen Frühling werden seltene Arten wie der Fischadler, der Zwergsäger sowie Großtaucher angetroffen.
Im Sommerhalbjahr können von der Station aus viele Wasservogel- und Watvogelarten bei der Brut und Aufzucht der Jungvögel beobachtet werden. Ein ganz besonderes Erlebnis für alle Naturfreunde ist die Beobachtung äußerst seltener Arten, wie den Flussuferläufer und den Flussregenpfeifer. Beide Vogelarten stehen auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.
Sie finden die Station an der Straße zwischen Halblech und Prem. Folgen Sie nach dem Ortsteilschild Küchele der Beschilderung. In der Station befinden sich Hinweistafeln und bei der Gästeinformation sind Informationen und Broschüren erhältlich.
Foto Flußregenpfeifer: Dieter Hopf